Ergänzungsmaterial zum Buch · Kapitel 5 & Anhang Tool 2

Automatisierung ist kein Schalter. Sie ist ein Regler.

Die Frage ist nie ob der Mensch im Prozess bleibt, sondern an welcher Stelle. Wählen Sie unten bewusst die richtige HITL-Stufe für Ihren Prozess – unterstützt durch die fünf Prüffragen der Toolbox-Checkliste [1].

Die vier Stufen im Überblick

Vier Stufen von „Ich mache alles selbst“ bis „Ich definiere das Ziel“. Jeder Prozess hat eine Stufe – und jeder Prozess sollte bewusst auf die richtige gesetzt werden: nicht zu hoch, nicht zu niedrig.

Automatisierung als Regler – nicht als Schalter
Mensch führt aus ←—————————→ Software arbeitet, Mensch definiert Ziele

Der Stufen-Check für Ihren Prozess

Fünf Fragen aus der Toolbox-Checkliste – die Antworten zeigen, auf welche Stufe Ihr Prozess heute gehört. Seien Sie ehrlich: Die Stufe kann später steigen. Fehler 3 aus Kapitel 11 ist das Überspringen [1].

Schritt 1: Benennen Sie Ihren Prozess. Schritt 2: Beantworten Sie die fünf Prüffragen.
Ihr Prozess
Empfehlung für

⚖️ Kriterium 1 · Das Risiko
Hohes Fehlerrisiko und juristische Haftung gehören auf niedrigere Stufen. Die Steuerberaterin unterschreibt den Abschluss – die Software darf ihn vorbereiten, nicht finalisieren.
📐 Kriterium 2 · Die Regelkomplexität
Klare, beschreibbare Regeln erlauben höhere Stufen. Die Kollisionsprüfung ist regelbasiert – die Entscheidung, ob man ein Projekt will, ist es nicht.
🤝 Kriterium 3 · Der Wert menschlicher Präsenz
Wo der Kunde den Menschen schätzt, verliert volle Automatisierung an Wert. Die automatisierte Buchung ist ein Segen – das automatisierte Gespräch mit dem schwierigen Mandanten nicht.
Tipp aus Kapitel 5: Beginnen Sie jeden Prozess eine Stufe tiefer, als Sie es für möglich halten – und steigen Sie hoch, sobald das System sich über 4–6 Wochen bewährt hat. Wer auf Stufe 4 startet, bei dem ist der erste Fehler auch der letzte [1].
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